12.07.2025 18:54 von Adelheid Bonnetsmüller (1. Gaupressewartin)
Zu jedem Trachtenfest und insbesondere zum Gaufest gehört das Gedenken an die verstorbenen Trachtenkameraden. Ihnen ist zu verdanken, daß die Trachtenbewegung heute da steht, wo sie steht.
Gerade beim GTEV „d’Sulzbergla“ Brannenburg, der vor 105 Jahren nur wenige Monate nach dem Ende des 1. Weltkrieges gegründet wurde, bietet sich ein Blick auf „die, die in den Dienst für das Vaterland gerufen wurden und ihr Leben ließen“ betonte der Brannenburger Pfarrer Helmut Kraus und nahm damit auch Bezug zu „heute, wo sich die Frage nach der Verteidigung des Landes wieder stellt, was gerade die junge Generation betrifft.“
Den gedenkenden und auch mahnenden Worten des Pfarrers schloß sich Peter Zaggl, 1. Vorsitzender der Brandenburger Trachtler mit seinen Worten an: auch er erinnert an die gefallenen Helden und die Gründer der beiden Festvereine: der Trachtler und der Freiwilligen Feuerwehr Brannenburg, die ebenfalls in den kommenden Julitagen ihr 155-jähriges Jubiläum feiert. „Deswegen ist’s a unsere Pflicht, Tradition und Brauchtum in unseren Vereine weiterzuführen und zu bewahren. Es soll ihr Erbe in unseren Herzen weiterleben, die Werte von Zusammenhalt und Gemeinschaft bewahrt werden“ schloß er seine Ansprache.
Gauvorstand Pankraz Perfler erinnerte an den ersten Vorstand der Brannenburger Otto Bodenstein und seine Mitstreiter, die 15 Monate nach Kriegsende den Verein gründeten: "wenn wir sie heute fragen könnte, würden sie uns sicher sagen, was für ein unsagbares Glück wir haben, daß wir in einem Land leben können, in dem es seit 80 Jahre keinen Krieg und keine Vertreibung mehr gibt und welchen Wert es hat, eine Heimat zu haben." Stellvertretend für alle Vorfahren nennt Pankraz Perfler zwei Trachtler: Gauehrenmitglied Sepp Bartsch, der dieses Jahr von uns gegangen ist und Schorsch Bichler, der 25 Jahre 2. Gaukassier und 30 Jahre Vorstand der Brannenburger Trachtler war und den Verein maßgeblich geprägt hat. „Hoit ma die Erinnerung an sie und an alle unsere Vorgänger in Ehren und dean mia unser Möglichstes, um ihr Erbe zu erhalten“ rief er die anwesenden Trachtler auf.
Aufgrund des Wetters fand das Totengedenken nicht am Kriegerdenkmal, sondern in der Brannenburger Mariä-Himmelfahrts-Kirche statt. Da es auch nach dem Ende des Totengedenkens noch stark regnete, wurden die anwesenden Trachtler, Feuerwehrkameraden und Mitglieder der Ortsvereine kurzerhand mit dem Bus zum anschließenden Heimatabend im Festzelt Brannenburg gefahren.